Änderung bei Sicherheitskontrollen ab dem 1.7.2019

13.05.2019

Anordnung des Luftfahrtbundesamtes bezüglich Sicherheitskontrollen mittels Sprengstoffspurendetektoren vom 18.01.2019:

"In der Vergangenheit bestand für reglementierte Beauftragte die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen Sendungen unter Nutzung eines Sonderkontrollverfahrens nach der Ziffer 6.2.1.6 der DVO (EU) 2015/1998 durch Nutzung von Sprengstoffspurendetektoren (ETD-Geräte) nur an der Außenseite einer Sendung zu sichern. Im Rahmen einer verwaltungsinternen Überprüfung wurde festgestellt, dass dieses Verfahren die gesetzlichen Voraussetzungen eines Sonderkontrollverfahrens nach der Ziffer 6.2.1.6 der DVO (EU) 2015/1998 nicht erfüllt. Dieses Sonderkontrollverfahren wird daher mit Wirkung zum 30.06.2019 eingestellt. Nach dem 30.06.2019 darf dieses Sonderkontrollverfahren nicht mehr genutzt werden.

Für die in letzter Konsequenz durch die Rücknahme betroffenen Versender besteht die Möglichkeit, durch eine Zulassung als bekannter Versender auch zukünftig über einen gangbaren Weg zum Luftfrachtversand der betroffenen Güter zu verfügen. Für den Abschluss eines solchen Verfahrens der Zulassung als bekannter Versender ist ein Zeitraum von etwa drei Monaten anzusetzen.

Reglementierte Beauftragte, die Rückfragen zu diesem Thema haben, wenden sich bitte an ihren Unternehmensbetreuer.

Den an einer Zulassung als bekannte Versender Interessierten empfehlen wir die auf der Homepage des Luftfahrt-Bundesamtes hier zur Verfügung gestellten Informationen und Download-Dokumente. Für Anträge oder nähere Fragen zur Zulassung steht das Referat Zulassung bekannte Versender (S 4) unter der Adresse bekannteversender@lba.de zur Verfügung.

 https://www.lba.de/DE/Luftsicherheit/Reglementierter_Beauftragter/Aktuelle_Inforamtionen/RegB_Newsletter/Newsletter/News_18_01_2019.html?nn=1736594"

 In Folge dessen darf die FCS ab dem 01.07.2019 kein Sonderkontrollverfahren (AOM) nach Ziffer 6.2.1.6 der DVO (EU) 2015/1998 mehr vornehmen.

Das wiederum bedeutet, dass Luftfracht welche auf Grund ihrer Beschaffenheit (1) nicht mittels den Kontrollmitteln

-          Durchsuchung von Hand (PHS), oder

-          Röntgengeräte (XRY)

von FCS gesichert werden können, nach Ziffer 6.2.1.2 der DVO (EU) 2015/1998 zurückgewiesen werden müssen.

(1)

- Die Luftfrachtsendung ist zu groß und oder zu schwer für die Röntgenkontrolle, oder 

- die Materialdichte der Luftfrachtsendung lässt keine Röntgenkontrolle zu (Dark Alert), und

- die Luftfrachtsendung kann auch Grund ihres Inhaltes (Flüssigkeit, Pulver, Gefahrstoffe, loser Inhalt, usw.) nicht geöffnet werden

Sendungen, die durch die FCS nicht sicher gemacht werden können, werden an den Agenten wieder ausgelagert. Die dabei entstehenden Kosten für Annahme, Zwischenlagerung und Wieder-Auslagerung werden gemäß dem veröffentlichten FCS-Tarif an die jeweilige Spedition abgerechnet.